Welpen handzahm aufziehen: Anleitung & Tipps zur Flaschenfütterung
Die ersten Lebenstage sind für neugeborene Welpen die kritischste Phase. Wenn die Mutterhündin krank ist, nicht genügend Milch produziert oder die Kleinen ablehnt, sind sie auf menschliche Hilfe angewiesen. Eine Handaufzucht ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die viel Disziplin erfordert. Aber mit dem richtigen Wissen legst Du den Grundstein für ein gesundes Hundeleben.
Sofortmaßnahmen: Wärme ist lebenswichtig
Bevor Du an das Futter denkst, musst Du sicherstellen, dass die Welpen nicht auskühlen. Neugeborene können ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren.
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Die optimale Umgebung: In der ersten Woche sollte die Wurfkiste zwischen 29 °C und 32 °C warm sein.
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Wichtig: Füttere niemals einen Welpen, der sich kalt anfühlt. Sein Verdauungssystem kann die Nahrung erst verarbeiten, wenn er aufgewärmt ist. Nutze Wärmflaschen (in Tücher gewickelt) oder Rotlicht, lass den Kleinen aber immer Platz, um in eine kühlere Zone zu krabbeln.
Die Technik der Flaschenfütterung
Welpen zu füttern erfordert Fingerspitzengefühl. Hier sind die wichtigsten Grundregeln:
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Die richtige Position: Der Welpe muss immer auf dem Bauch liegen, den Kopf leicht erhoben. Genau so, wie er an der Zitze trinken würde. Lege ihn niemals wie ein Baby auf den Rücken, da Milch in die Lunge geraten könnte.
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Die Temperatur: Die Ersatzmilch sollte exakt handwarm (ca. 38 °C) sein. Teste dies immer mit einem Tropfen auf Deinem Handgelenk.
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Hygiene: Da das Immunsystem noch nicht entwickelt ist, müssen alle Flaschen und Sauger nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt oder abgekocht werden.
Die Verdauung unterstützen (Bauchmassage)
Ein entscheidender Punkt, den viele Anfänger übersehen: Welpen können in den ersten Wochen nicht selbstständig Kot oder Urin absetzen. In der Natur übernimmt die Hündin dies durch Lecken.
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Deine Aufgabe: Nach jeder Mahlzeit musst Du den Bauch und die Analregion sanft mit einem weichen, feuchtwarmen Tuch massieren, um die Entleerung anzuregen.
Die Wahl der passenden Aufzuchtmilch
Um die Kleinen optimal zu versorgen, benötigen sie eine Nahrung, die der Muttermilch so nah wie möglich kommt. Herkömmliche Kuhmilch ist aufgrund des hohen Laktosegehalts und der falschen Nährstoffzusammensetzung ungeeignet.
Hier vertrauen Züchter und Tierärzte seit Jahrzehnten auf Beaphar Lactol Welpenmilch. Dank des speziellen Herstellungsverfahrens (Ultrafiltration) bleiben wertvolle Molkenproteine erhalten, die besonders leicht verdaulich sind. Ergänzt mit DHA für die Gehirnentwicklung bietet Lactol alles, was Welpen für ein gesundes Wachstum brauchen.
Für die praktische Umsetzung empfehlen wir zudem das Beaphar Aufzucht-Set, das mit verschiedenen Saugaufsätzen genau auf kleine Welpenmäuler zugeschnitten ist.
Fazit: Mit Liebe und Geduld zum starken Hundeleben
Eine Handaufzucht ist eine Herzensangelegenheit: Mit konsequenter Wärme, Ruhe und der richtigen Nährstoffversorgung gibst Du Deinen Welpen die beste Chance auf einen gesunden Start in ein langes Hundeleben.
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