Hundefell richtig pflegen: Tipps für jede Fellart

Ob kurzes, raues, lockiges oder langes Hundehaar – jede Fellart hat ganz eigene Ansprüche. Damit das Haarkleid Deines Lieblings gesund bleibt und glänzt, ist die passende Routine entscheidend. Wir zeigen Dir, worauf es bei der Pflege Deines Hundes ankommt.

Die verschiedenen Fellarten und ihre Pflege

Kurzes Haar

Was haben der Labrador, der Dackel und der Boxer gemeinsam? Das Kurzhaar. Hat auch Dein Hund kurzes Haar, benötigt Er nicht sonderlich viel Pflege. Wöchentliches Bürsten oder Kämmen reicht bei Deinem Kurzhaar-Vierbeiner meist aus.

Hinweis: Kurzhaarhunde haben oft eine sensiblere Haut als Langhaarhunde. Falls Du Deinen Hund baden musst, benutze ein spezielles Hundeshampoo für sensible Haut.

Langes Haar

Hunde mit langem Haar wie der Bobtail, Briard oder Collie benötigen eine tägliche, intensive Fellpflege.

  1. Bürste zuerst vorsichtig mit einer Natur- oder Drahtbürste gegen den Strich, um loses Haar zu entfernen.

  2. Bürste Deinen Hund danach von vorne bis hinten in Wuchsrichtung.

  3. Kleine Verfilzungen kannst Du vorsichtig mit Deinen Fingern oder einer speziellen Entfilzungsharke lösen.

Raues Haar

Zu den Rauhaarhunden gehören beispielsweise Terrier und Schnauzer. Diese Rassen besitzen eine starke Unterwolle und sollten in regelmäßigen Abständen getrimmt werden. Dabei wird das abgestorbene, lose Haar vorsichtig ausgezupft, damit Platz für neues Fell entsteht. Dieser Vorgang ist für Deinen Hund nicht schmerzhaft, sondern fördert sogar die Durchblutung. Zudem empfiehlt es sich, die Haare zwischen den Zehen zu stutzen, damit sich dort kein Schmutz oder Eis verfängt.

Lockiges und krauses Haar

Hunde wie der Pudel verlieren wenig bis gar keine Haare. Sie sollten regelmäßig gebürstet und in festen Abständen geschoren werden. Da sie kaum Unterwolle haben, ist ein Trimmen hier nicht nötig.

Tipp für die Ohren: Bei Pudeln solltest Du auf störende Ohrenhaare achten. Benutze hierfür keine Schere (Verletzungsgefahr!), sondern lasse die Haare im Hundesalon kürzen oder zupfe sie ganz vorsichtig aus.

Den Hund richtig baden: Weniger ist mehr

Generell solltest Du Deinen Hund nicht zu oft baden, um seinen natürlichen Säureschutzmantel zu bewahren. Dieser schützt die Haut Deines Hundes vor Regen und Kälte.

Ganz wichtig: Der pH-Wert! Die Hundehaut hat einen pH-Wert von ca. 7,5, während die Menschenhaut bei etwa 5,0 liegt. Benutze daher ausschließlich spezielles Hundeshampoo. Menschenshampoo ist zu sauer für Deinen Hund und wirkt stark entfettend, was zu Hautreizungen führen kann. Ist Dein Hund nur leicht verschmutzt? Dann reicht oft schon klares Wasser aus.

Wie Du Deinen Hund richtig badest

Checkliste: Das gehört in Dein Pflege-Set

Um das Fell Deines Hundes optimal pflegen zu können, solltest Du folgende Utensilien im Haus haben:

  • Bürste und Fellkamm (passend zur Haarlänge)

  • Hochwertiges Hundeshampoo (z. B. für sensible Haut)

  • Für Rauhaar: Unterwollharke, Zupfbürste oder Trimmmesser

  • Für lockiges & langes Haar: Entfilzungsharke- und Shampoo

  • Krallenschere & Pfotenpflege für das Rundum-Wohlbefinden